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Hörbeispiele (mp3):
Westhoff, Suite Nr. 2 A-Dur, Allemande
- Courante - Sarabande
- Gigue
Locatelli, Paganini,
Lipinski, Ernst,
Ysaÿe, Quiroga,
Hindemith, Sonate op. 11 Nr. 6, Mäßig
schnell - Mäßig bewegt
- Lebhaft
Zito
Coates, Sonata for violin solo, Prelude
- Fantasia - Berceuse
- Hornpipe
Widmann
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Rezensionen:
Besonders dankbar ist man Lucke für fünf
Erstaufnahmen. All diejenigen, die immer auf den Widmungsträger der
letzten Ysaÿe-Solosonate (ebenfalls auf der CD) Quiroga, neugierig waren,
werden hier fündig. Lucke liefert eine brillante Interpretation einer
rhapsodischen Volksliedbearbeitung des spanischen Geigers. Von hier aus
ist es nicht weit zum effektvollen Tango-Capricho des Argentiniers V. Zito,
eines Freundes von Ruggiero Ricci. ...Unter den zeitgenössischen Werken bleibt die
Solosonate von Gloria Coates, ein Auftragswerk, im Bereich der
traditionellen Formen und Spieltechniken, während Jörg Widmanns Etüde
in ihrer zerfaserten, aphoristischen Struktur raffinierte Farben und und
avantgardistische Klänge präsentiert. Alle Geiger, die nach
lohnenswertem Solorepertoire für Violine suchen, werden Andreas Lucke mit
Freude auf seiner Entdeckungsreise durch diese unbekannte, an Schätzen
reiche Welt folgen. (Martin Wulfhorst in „Das Orchester“, Mainz
3/2005)
Auch wer glaubt, sich im weiten Feld der klassischen
Musik auszukennen, kann immer noch Neues entdecken. Das Bamberger Label
Cavalli-Records bietet jetzt wieder zwei neue musikalische Feldfrüchte.
Wichtigster Erntehelfer dabei ist, um im Bild zu bleiben, der Violinist
Andreas Lucke, seit 1979 Mitglied der Bamberger Symphoniker und weit über
die Grenzen der Domstadt hinaus als Solist bekannt. Auf der CD „... für
Violine solo" (Cavalli Records CCD 133) gibt Lucke einen furiosen Überblick
über 300 Jahre virtuose Violine. Paganini ist hier dabei mit dem
wuchtigen „Caprice c-Moll op. l Nr. 4", natürlich, dafür wurde
auf Gängigeres wie Tartinis „Teufelssonate" verzichtet und selten
gehörte Schönheiten ausgewählt wie die Etüde IV „A Vieuxtemps"
von Heinrich Wilhelm Ernst oder das atmosphärisch dichte „Emigrantes
Celtas" des nordspanischen Geigenvirtuosen Manuel Quiroga. Letzteres,
verrät das informative Beiheft, ist auf dieser CD das erste Mal überhaupt
eingespielt worden. Ein weiteres Fundstück
ist die Sonate op. 11 Nr. 6 von Paul Hindemith, die lange Zeit nur als
Fragment existierte und die mit der vorliegenden Aufnahme jetzt ebenfalls
zum ersten Mal auf CD zu hören ist. Auch bei dieser Kostbarkeit, die
gerade in ihrem dritten Satz Raum für virtuoses Selbstdarstellertum böte,
ist Andreas Luckes Spiel immer diszipliniert, kostet Effekte aus, aber
weist ihnen gleichzeitig ihren Rang in der Gesamtkomposition zu. So hat
der Zuhörer die Chance, den strukturellen Wegen der Stücke zu folgen -
die mal geradliniger wie bei der A-Dur-Suite Nr. 2 des Bachzeitgenossen
Johann Paul Westhoff sind, mal von fast orchestraler Dichte wie bei der Etüde
I des 1973 geborenen Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann. Das Können
Luckes, das macht diese CD deutlich, wird nicht als Selbstzweck
zelebriert, sondern es ist Transportmittel der kompositorischen Aussage. (Fränkischer
Tag, 25.03.2004)
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