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Hans
Gál
(1890-1987) Johannes Brahms (1833-1897) Sonate D-Dur op. 78 „Regenlied-Sonate“ für Violoncello und Klavier (Arr. Paul Klengel)
Rebecca
Rust,
Violoncello Frederick
Blum,
Klavier |
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| Zu diesem Titel: Der
Komponist Hans Gál wurde 1890 in der Nähe von Wien geboren. Nach
ansehnlichem Erfolg in den 20er Jahren wurde er 1929 Direktor des Mainzer
Konservatoriums. Die Nazi-Machtübernahme im Jahr 1933 führte zur
sofortigen Entlassung und zum Verbot seiner Werke. Er ging nach Wien zurück,
wurde aber 1938 durch den Anschluss Österreichs gezwungen, wegzugehen und
emigrierte nach England. Er ließ sich in Edinburgh nieder und war dort
bis zu seinem Tod im Jahr 1987 aktiv. Auf
dieser CD finden sich neben der Suite op. 6 als Welt-Ersteinspielung die
zwei Schottischen Rhapsodien für Violoncello und Klavier, womit
Cavalli-Records nach der Einspielung des Duos für Fagott und Violoncello
von Hans Gál (CCD 257) und Werken von Robert Kahn (CCD
269) die Reihe mit
Werken vergessener jüdisch-europäischer Komponisten fortsetzt. |
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Hans
Gál:
Suite op. 6 für Violoncell und Klavier (1919) Johannes
Brahms:
Sonate D-Dur für Pianoforte und Violoncello op. 78 „Regenlied-Sonate“
(Arr. von Paul Klengel) Hans
Gál:
Zwei Schottische Rhapsodien für Violoncell und Klavier (1960)
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Hans
Gál:
Suite op. 6, 1 I Präludium, 2 II Burleske,
3 III Aria, 4 IV Capriccio Johannes Brahms:
Sonate D-Dur op. 78, 5 Vivace ma non
troppo, 6 Adagio, 7 Allegro molto
moderato Hans Gál: Zwei Schottische
Rhapsodien, 8 I Con anima, 9 II Molto moderato |
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| Rezensionen: Die Künstler Rust und Blum zeichnen sich durch
ihr exaktes und differenziertes Zusammenspiel aus. Dies zeigt sich
bereits im Präludium
der Suite, das vom Cello mit weit ausgreifenden, fast klagenden Gesten
begonnen wird, während das Klavier diese nur mit sanften Akkorden
unterstreicht. Erst im weiteren Verlauf tritt es stärker hervor und
gestaltet dann gemeinsam mit dem Cello einen ersten Höhepunkt, bevor
ein lebendiger Mittelteil einsetzt, der wieder in den Anfang überleitet.
Ebenso ausgefeilt präsentieren die Musiker auch die folgenden Sätze:
die lebhaft phrasierte Burleske, die Aria, in der sich das Cello mit
einer wunderbaren Kantilene über einem interessanten Klavier-Rhythmus
entfalten darf, und schließlich das Capriccio, ein Sonatenrondo, dessen
einmal lebhafte, dann wieder getragene Teile die Künstler klar
voneinander absetzen. Als Musikwissenschaftler ist Hans Gál wohl vor allem
für seine Mitarbeit an der Brahms-Gesamtausgabe bekannt. Folgerichtig
befindet sich auf der CD auch ein Werk Brahms’, nämlich die – ursprünglich
für Violine und Klavier komponierte – Regenlied-Sonate in D-Dur op.
78. Dabei sticht besonders die Umsetzung des ersten Satzes Vivace ma
non troppo, mit seinem wunderschönen und charakteristischen ersten Thema
positiv hervor, da die Interpreten es hier in besonderer Weise
verstehen, ihre Parts harmonisch miteinander verschmelzen zu lassen. Interessant vielleicht noch der Hinweis auf den für die
Aufnahme verwendeten Flügel: Mit einem Grotrian-Steinweg von 1914 soll
nämlich, wie das Booklet informiert, „dem Klangbild des frühen 20.
Jahrhunderts" entsprochen werden. |
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